Starting all over again

10. August 2008 - 0 Kommentare

Manchmal ist das Leben komisch… und manchmal sogar so komisch, dass man nicht mehr aufhören kann zu lachen. Nämlich dann, wenn die Lösung von scheinbar unlösbaren Problemen die ganze Zeit direkt vor einem lag und man sich nur selbst die Augen so fest zugehalten hat, dass man sie nicht sehen konnte.

„Hä?“
Ja, das dachte ich gestern auch… als die ganze Last der letzten Monate von mir abzufallen schien und ich grinsend durch die sonnigen Straßen gelaufen bin – PJ Harvey auf den Ohren und den Drang mitzusingen bekämpfend.

Wenn man selbst sein größter Feind ist, sich selbst mit seinen Gedanken in den Wahnsinn treibt und nicht aufhören kann zu leiden, sieht das Leben manchmal ganz schön grau, nein sogar schwarz, aus. Aber muss das wirklich sein? Muss ich mich so quälen? Muss ich mich zwingen „normal“ sein zu wollen? Ganz einfach: nein.

Ich dachte zu lange Zeit, dass ich jemanden nur für mich und ganz und gar haben wollte. Dabei hab ich mich selbst vergessen… vergessen, dass ich es war, die in den letzten zwei Beziehungen weggelaufen ist und Mist gebaut hat, weil mir die Nähe zuviel wurde. Wieso sollte ich also darum kämpfen, jemanden für mich zugewinnen, den ich dann, wenn ich ihn jemals haben sollte, nur enttäuschen und allein lassen würde? Eben…

Somit scheine ich endlich wieder in der Lage zu sein, die Menschen um mich genau als das zu sehen, was sie nunmal sind: Wegbegleiter.
Keiner von ihnen wird mir abnehmen, einen Fuß vor den anderen zu setzen und meinen Weg zu gehen. Aber der eine oder andere wird mir seine Hand reichen, ein Stück mit mir gehen und mir vielleicht auch über so manche Unebenheit hinweg helfen. Und zum ersten Mal seit so langer Zeit fühle ich mich zufrieden mit diesem Gedanken. Zufrieden und ein Stück weit ruhiger.

Kennt hier irgendwer einen empfehlenswerten Psychologen/Psychiater in Frankfurt? Ich glaub, ich bin bereit… *lächel*

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