Die erste kleine große Liebe

13. Mai 2009 - 1 Kommentar

Es ist Neunzehnsechsundneunzig, meine Freundin ist weg und bräunt sich…
(Fettes Brot, Jein)

Ich erinner mich als wäre es gestern gewesen.

Nein, eigentlich gar nicht. Aber ich hab vor kurzem beim Aufräumen ein uraltes Tagebuch von mir gefunden. Ich war süße 13 als ich anfing, es mit den herzerwärmenden und manchmal auch -zerreißenden Geschichten eines typischen Teenagers, Kritzeleien und Erinnerungen zu füllen. Als ich jetzt, fast 13 Jahre später, darin blätterte, konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. Darf man sowas eigentlich nach Ablauf der Verjährungsfrist in die Kategorie „Fremdschämen“ stecken?

Mit 13 ist man wunderbar naiv. Mit 13 schreibt man furchtbar viele Ausrufezeichen!!! Mit 13 verliebt man sich quasi ständig. Im Park. Im Schwimmbad. Im Vorbeigehen. Mal in einen Fußballer, mal in den Typen mit dem man Konfirmandenunterricht hat, mal in den, den man morgens immer im Bus sieht, mit dem man aber nie auch nur ein Wort gesprochen hat. Aber natürlich ist man trotzdem jedes Mal so schrecklich verliebt, dass man an nichts anderes mehr denken kann. Leider liegt das Verfallsdatum dieser Gefühle immer ca. 3-5 Wochen in der Zukunft. Aber das ist egal. Man kostet dank des Hormonchaos (auch Pubertät genannt) jede Sekunde der turbulenten Gefühle exzessiv aus… heult, hofft, lacht und malt Herzchen mit immer wieder anderen Namen darin.

Mit 13 ist noch jeder Blick des (aktuell) Angebeteten ein Geschenk des Himmels – und ein Grund im Erdboden zu versinken. Jede Kleinigkeit an ihm wird wahrgenommen, analysiert und mit der besten Freundin intensiv besprochen. Man spricht überhaupt viel mit 13. Nur nie mit den Jungs, die man toll findet. Denen darf man natürlich auch nicht zeigen, dass man sie toll findet. Das käme gesellschaftlichem Suizid gleich, da immerhin die Chance besteht, dass der unfreiwillige Schwarm nicht ganz so begeistert von seiner Verehrerin ist. Und 13jährige Jungs können wirklich grausam sein. Das liegt wahrscheinlich am aufkeimenden Testosteronspiegel… oder daran, dass man als 13jährige gern mal zu Übergewicht neigt.

Ja, ich war ein dicker Teenager. Und ich war furchtbar schüchtern. Und ich war mit 13 natürlich auch unsterblich verliebt – in Sascha. Und in Kai. Und in Björn. Und in Mike. Und in Daniel. Und in den süßen Typen aus dem Bus natürlich auch.

Tags: , , , , , , , ,

Eine einzige, traurige Reaktion

Robby [Website]

Au ja, die Jugend und Geschichten von und mit dem anderen Geschlecht… wenn man sie denn so nennen will. Zum Glück habe ich da einen Großteil meines Lehrgelds bezahlt, wenngleich es auch sehr teuer war *mwahahahaha* – man war ich ein Trottel… wobei das durchaus bis mindestens 18 anhielt *lach* Gar nicht auszudenken, was ich damals geschrieben hätte. Geschweige denn, was ich heute darüber denken würde. Denken ist wohl das falsche Wort, ich würde schütteln. Meinen Kopf.

Sag was!