Ein Anruf… von meiner eigenen Festnetznummer. Kripo Frankfurt. Adrenalinschub. Herzrasen. Zitternde Hände.
Nur noch einen Gedanken, der im Kopf in Endlosschleife rotiert: “Scheiße, Scheiße, Scheiße”.
Egal wie oft man diese Szene schon in Filmen oder Serien gesehen hat… darauf, die eigene Wohnungstür in aufgebrochenem Zustand und mit diesem schwarzen Fingerabdruck-sichtbar-mach-Puder beschmiert vorzufinden, ist man wirklich nicht gefasst. Ich war’s zumindest nicht.
Fremde Menschen, die in den einzigen wirklich persönlichen Bereich, den man im Leben hat, eingedrungen sind. Durchwühlte Kisten, mein halber Kleiderschrank auf dem Boden, Schubladen ausgeräumt,… Aufsteigende Übelkeit. Das dringende Bedürfnis, beim Schlecker um die Ecke eine Familiengroßpackung Sagrotan zu kaufen. Und Unglauben. Unglauben, dass das wirklich alles passiert ist.
Erstmal Formalitäten erledigen, Anrufe tätigen, auf den Schlüsseldienst wegen der notdürftigen Reparatur der Tür warten. Die paar Stunden, in denen noch Menschen um mich sind, verlaufen gut. Mit viel Galgenhumor und dem eingeredeten Gefühl, dass man das alles schon hinbekommt.
Die Panik kommt erst mit der Dunkelheit…
Angstschweiß. Atemnot. Das Gefühl, die Nacht niemals allein zu überstehen. Durchzudrehen. Kein Schlaf. Nur Warten auf den Sonnenaufgang. Und Darth Vader, der zu “Can’t touch this” tanzt. Und Telefonate. Stimmen hören, um nicht so allein zu sein. Sich nicht so winzig und verletzlich zu fühlen.
5:00 Uhr morgens, schwarz wird zu blau (Danke, Mr. Fox), während mir bewusst wird, dass ich die erste Nacht überstanden habe.
Leider nur die erste…

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