Die Traurigkeit ist weg. Und sie hat auch gleich noch die Angst mitgenommen. Der Frieden im Kopf hilft mir, häufiger zu lächeln. Und zwar nicht nur mit dem Mund, sondern auch mit den Augen und vor allem dem Herzen. „mind your heart“ steht auf meinem Handgelenk und zum ersten Mal glaube ich, mich daran halten zu können. Und so kommt es, dass dieser stundenweise Sommer ein guter für mich ist. Die Welt und das Leben sind bunter als gewohnt und die lang vermisste Großartigkeit schaut immer mal wieder vorbei und winkt. Manchmal sogar mit einem so dicken Zaunpfahl, hinter dem sie kaum mehr zu erkennen ist. Auf einmal ist so vieles, was ich vorher nur mit Ironie aussprechen konnte, ein bisschen Wirklichkeit geworden. Und es fühlt sich gut an.

Ein paar Sonnenstrahlen, insu, zwei Canons und ein kleiner Park mitten in der Stadt.

Schön war’s.

Frühling und so

Frühling und so

Und hier gibt’s das komplette Album.

Es gibt ja wirklich wenig politische Themen, über die ich mich mal aufregen kann. Gerade in Deutschland plätschert der ganze dreckige Rest eher an mir vorbei – ist zu einem Grundrauschen der schlechten Nachrichten verkommen. Aber dann ist er da: der Weltfrauentag.

Emanzipation ist eine tolle Erfindung, keine Frage. Ich bin durchaus dankbar dafür, dass ich heutzutage wählen darf, in meinem Job arbeiten darf (und noch dazu anscheinend irgendwas richtig gemacht habe und damit gutes Geld verdiene) und selbst entscheiden kann, ob ich Kinder kriegen möchte oder nicht. Ich weiß auch, dass ich in diesem Land recht verwöhnt wurde. Mir wollte nie jemand die Mumu zunähen oder mich mit 12 verheiraten. Mich zwingt auch niemand, 3 Schritte hinter einem Mann her zu gehen, mich zu vermummen oder nur als Gebärmaschine vor mich hin zu stoffwechseln…

Man sollte doch eigentlich meinen, dass wir im 21. Jahrhundert alle vernünftig genug sind, zu erkennen, dass es egal ist, welches Geschlecht ein Individuum mit sich herumträgt. Wir haben hoch technologische Waffen und Maschinen, erforschen erfolgreich die menschliche Gensuppe, fliegen ins All, bla bla… – der ganze großartige Scheiß halt, den die Menschheit in den letzten Jahrhunderten so hervorgebracht hat – und wir machen uns ernsthaft noch Gedanken darüber, ob an einem Menschen unten ein Schniepel dranhängt oder nicht?

Vergessen wir nicht: Ginger Rogers konnte alles, was Fred Astair konnte – rückwärts und in High-Heels
(Ann Richards)

Back to Topic: Was diese ganzen Weltirgendwastage an sich sollen, werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr verstehen. Nur, weil es einen Tag im Jahr mal heißt „Schönen Weltfrauentag, Schatz“, wird das doch noch lang nichts verändern. Die Menschen sollen zum Nachdenken angeregt werden, schon klar. Aber solang es den Welttoilettentag, den Weltstaudammtag oder den Welttag der Feuchtgebiete gibt, kann ich diese ganze Einrichtung nicht wirklich ernstnehmen.

Eigentlich wollte ich nicht, dass es soweit kommt, dass ich hier über Arbeit blogge, aber die gestrige Meet Magento Conference hat doch einige bloggenswerte Eindrücke hinterlassen.

Zu allererst muss ich sagen, dass Rico Neitzel und die Jungs und Mädels vom Magentoteam einen super Job hingelegt haben. Die Location (Mediencampus Villa Ida) wie auch das Catering und die allgemeine Orga waren bis auf ein paar Kleinigkeiten (kein freies WLAN :( ) einwandfrei.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Rico und das Magentoteam betrat Roy Rubin (CEO des Magento-Entwicklers Varien) die Bühne um mit seiner Keynote (für meinen Geschmack etwas zu) weit auszuholen. Es kamen kurzzeitig Kaffeefahrtgefühle in mir auf, als Magento sehr  ausschweifend angepriesen wurde. Fand ich ziemlich unnötig, da immerhin hauptsächlich Agenturmenschen, freie Entwickler und sonstige Magento-affine Leute anwesend waren, die bereits (erste) Erfahrungen mit dem OpenSource Shopsystem gesammelt hatten.

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Letzte Nacht entstanden:

Die komplette Serie gibt’s hier:
http://www.flickr.com/photos/chaoskind/sets/72157610926806520/

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