Oh crappy day

2. November 2008 - 2 Kommentare - Special

Karma (Sanskrit: n., कर्मन्, karman, Pali: kamma, Wirken, Tat) bezeichnet ein spirituelles Konzept, nach dem jede Handlung – physisch wie geistig – unweigerlich eine Folge hat. Diese muss nicht unbedingt im aktuellen Leben wirksam werden, sondern kann sich möglicherweise erst in einem der nächsten Leben manifestieren.
Quelle: de.wikipedia.org – Karma

Was hab ich bloß angestellt, damit ich den gestrigen Tag verdient habe?

Alles fing damit an, dass ich den auf 9 Uhr gestellten Wecker geflissentlich ignorierte. Somit quälte ich mich erst irgendwann nach 11 aus dem Bett und begab mich ins Wohnzimmer, um meinem allmorgentlichen Ritual zu fröhnen: Kaffee, Kippe und Blogs. Aber moment, kein neuer Blogeintrag. Von niemandem. *seufz*

Nach einem kleinen Putzrausch und Frühstück (gegen 14 Uhr) wollten Insu und ich ins Hessen-Center, weil ich neue Klamotten brauchte (jaja, Frauen haben immer einen ganzen Schrank voll mit nichts zum Anziehen, schon klar).
Angekommen, Parkplatz gesucht, Parkhaus voll. Super, also draußen geparkt. Überflüssigerweise hatte ich mich entschieden, einen Rock anzuziehen, der sich immer nach ein paar Schritten an meiner Strumpfhose festhakte und hochrutschte, so dass ich ständig nur am rumzuppeln war, um nicht halbnackt im Einkaufszentrum zu stehen. *doppelseufz*
Nach dem Durchstöbern einiger Läden wurde mir klar, dass das echt nicht mein Tag war. Ich fand einfach NICHTS, was mir gefallen hätte. Gar nichts. Nada. Niente. Null. Also überlegten wir uns, noch ins MTZ zu fahren… Draußen bemerkten wir dann, dass der Kassenautomat für den Parkplatz kaputt war. Während Insu zum nächsten Autmaten tigerte, drehte ich mir eine Kippe… wobei mir natürlich mein Tabak runterfallen musste und sich halb auf dem Gehweg ergoss. Super, es wurde immer besser. Immerhin kamen wir schadenfrei vom Parkplatz und konnten uns auf den Weg quer durch die Stadt machen…

An der Ausfahrt zum MTZ standen lustig winkende Männer mit neongelben Westen und ein Schild „Parkhaus belegt“. Juchuh. Das Elend nahm wirklich kein Ende.
Über holprige, unbefestigte Wege wurden wir gemeinsam mit einem Tross anderer Autos schließlich auf einen (auch schon gut vollen) Ersatzparkplatz gewunken… den wir direkt wieder auf der anderen Seite verließen, da ich ahnte, was im MTZ auf uns zugekommen wäre, wo die Parkplätze schon so überfüllt waren.

Neuer Plan: Lebensmittel einkaufen, nach Haus, kochen und später noch ins Kino.

Super, der erste Lichtblick: Das Einkaufen im toom lief reibungslos. Naja fast. Ich brauchte eigentlich noch Glühbirnen für eine kleine Kugelleuchte im Wohnzimmer und für meine Flurlampe. Später stellte sich heraus, dass ich für die Flurlampe noch Birnen zu Haus gehabt hätte und die Kugellampe doch eine E14er Fassung hatte und ich somit die 8 Euro für eine softe Energiesparlampe umsonst ausgegeben hatte.

Immerhin sind mir die Enchiladas nicht angebrannt und haben sogar halbwegs geschmeckt.

Gegen 21:40 Uhr machten wir uns dann auf zum Kino, da wir endlich „Dark Knight“ gesehen haben wollten. Im üblichen Parkhaus war diesmal nur leider kein Platz frei *grml*. Also dreimal um den Block gekurvt, natürlich keinen Parkplatz gefunden und nochmal zurück zum Parkhaus. Juchuh, das Schicksal hat uns doch nicht ganz im Stich gelassen: ein grünes Schild leuchtete uns entgegen. Freie Plätze.
Karte gezogen, rein gefahren und direkt im ersten Stock der Anzeige „frei“ gefolgt. Leider war auf dieser Etage kein freier Platz. Die doofe Anzeige hatte uns verarscht. Und dieses verf***te Parkhaus ist eine einzige Einbahnstraße. D.h. man kommt nicht mehr auf höhere Etagen, sondern nur noch runter. Es blieb uns somit nichts übrig, als das Parkhaus unverrichteter Dinge wieder zu verlassen. Inzwischen war es 22:05 Uhr und wir hätten zwar noch genügend Zeit gehabt, noch eine weitere Runde zu drehen, aber ich hatte zu diesem Zeitpunkt die Schnauze voll.

Neuer Plan: Videothek.

An Insus Videothek gabs natürlich auch wieder keine Parkplätze. Also im Halteverbot in einer Seitenstraße gestanden… eigentlich mit der festen Überzeugung, dass der krönende Abschluss dieses Tages (ein abgeschlepptes Auto) definitiv noch fehlte. Passierte aber nicht *wunder*. Dafür war das Angebot der Videothek recht beschränkt und die guten Filme natürlich alle ausgeliehen. Wir entschieden uns somit für zwei zweitklassige Schocker mit den Titeln WAZ (eigentlich: W delta Z) und Tödlicher Anruf. Detaillierte Rezensionen werd ich nachreichen… vielleicht. Mit diesen zwei mäßig guten Filmen nahm der Tag sein Ende und ich bin froh, dass ich diesen crappy day hinter mir habe. Es kann nur besser werden…

Also, was hab ich böses angestellt, damit ich das alles verdient hatte? Mutmaßungen und Spekulationen bitte in den Kommentaren hinterlassen ;)

Gelogen! Aber sowas von!

Immer mal wieder steigt diese gewisse innere Unruhe in mir auf, dieser Tatendrang, der unbedingt und sofort gestillt werden will. Doch spätestens, wenn die Frage aufkommt, WAS genau man eigentlich anfangen will, folgt schnell nur noch ein unmotiviertes Schulterzucken.

Aktuell habe ich das Gefühl, dass ich ne Menge kann, aber nichts wirklich richtig.

Nehmen wir das Bloggen als erstes Beispiel. Ich schreibe gern und freu mich auch, wenn das, was ich schreibe gelesen wird. Aber ich bin weder amibtioniert genug, mir regelmäßig neue Themen aus dem Hirn zu quetschen, noch habe ich genug Zeit, mir Inspirationen zu suchen und über den Tellerrand meiner eigenen kleinen Welt hinauszuschauen. Somit habe ich geschätzt ganze 3 Stammleser und bin wahrscheinlich selbst der häufigste Besucher dieser Seite.

Beispiel 2: Nähen
Kaum hatte ich mein Korsett fertig, spukten mir schon wieder 200 neue Ideen für weitere Kleidungsstücke im Kopf herum, die ich unbedingt umsetzen wollen würde. Das war vor x Wochen und geschehen ist bis jetzt (natürlich) noch nix. Auch bei Natron & Soda zu stöbern, weckt jedes Mal wieder die Lust, mich an meine NäMa zu setzen und anzufangen… das hält dann immer cs. 2 Stunden und danach ist jede Motivation im Zeitmangel und den vielen anderen Dingen, die ich auch noch gern tun würde, untergegangen.

Beispiel 3: Lernen
Waaah, es gibt viel zu viel, was ich noch nicht weiß oder kann, was ich aber unbedingt wissen oder können möchte. Eine weitere Fremdsprache zum Beispiel… oder fachliche Kenntnisse, die mir im Job weiterhelfen könnten. Wissensdurst ist ja durchaus positiv zu bewerten, aber wenn diese Energie mit dem Abschicken einer Buch-Bestellung bei Amazon ein Ende findet, bleibt das ganze recht uneffektiv… und ich bleibe dumm ;)
So tummeln sich auch diverse ungelesene Marketing- und Programmierbücher in meinem Regal, während der (eingebildete?) Bedarf nach einem PHP5-Nachschlagewerk immer weiter wächst.

Ich könnte noch einige weitere Beispiele (malen, fotografieren, podcasten, …) anführen, aber ich denke, die Kernaussage kommt auch so rüber. Entweder brauche ich ab jetzt Tage mit mindestens 36 Stunden oder ich muss mich selbst mal besser managen und Prioritäten setzen *seufz*

Schlafen ist übrigens auch so eine Notwendigkeit, der ich nicht wirklich viel Priorität zugestehe aktuell. Mein heutiges Limit liegt immerhin bei 23:59 Uhr. Im Bett lieg ich schon, nun muss ich hier nur noch „schnell“ fertig werden, dann kann ich auch schon die Augen schließen und mich in Morpheus Arme begeben… wenn ich dieses innere Rumhibbeln endlich abstellen kann.

Gute Nacht da draußen… und immer schön fleißig sein ;)

IKEA ftw

26. Oktober 2008 - 5 Kommentare - Special

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ICH habe in meiner Kindheit noch Teddybären als Kuscheltiere gehabt… ok, nicht nur, aber es waren alles zumindest kuschlige kleine Gesellen, die man auch in echt gern streicheln würde. Was ich jedoch gestern bei einem Besuch beim lieben schwedischen Möbelhaus gesehen habe, hat mich vor lachen echt vom Hocker gerissen.

Kellerassel I

Kellerassel I

Ich muss ja gestehen, dass ich dieses Ding dermaßen geil fand, dass ich ihm fast ein neues zu Hause angeboten hätte… ;)

Kellerassel II - mit "Geheimfach" im Maul...

Insu @ his best

19. Oktober 2008 - 0 Kommentare - Special

Fernseher läuft. In einer nicht weiter spezifizierten Sendung wird ein toller Reim verlautet…

Insu: „Fress dich oder ich reim dich“

Ich: *loooool* *das bloggen muss* *rofl*

Wer hat mich eigentlich auf die blöde Idee gebracht, am heutigen Freitag nach Hause zu meiner Mom zu fahren? An sich wäre die Idee ja nicht einmal halb so doof, weil ich mich unheimlich auf meine Freunde und meine Familie freue, aber meine Fresse, warum gerade HEUTE?

Seit Wochen wird die berühmte Frankfurter Buchmesse beworben. Mit Plakaten und Aufklebern auf dem Boden, Flyern und Reklametafeln. In groß. Und bunt. Und mit Datum. Wer könnte das übersehen? Genau, ich.
Ich mag Bücher. Ich liebe sie sogar. Und ich freue mich darüber, wenn jemand viel liest. Das macht sich nämlich in Ausdruck und Orthographie bemerkbar. Aber an Tagen wie diesen, wo einfach alles schiefzulaufen scheint, wünsch ich mir für ein paar Sekunden die Bücherverbrennung zurück. Diese Unmengen an Leseratten, die durch den Frankfurter Bahnhof zurück in ihre Heimatstädte pilgern, nerven mich. Geht doch zu Hause. Ach nee, Moment, genau das ist ja das Problem. Damn.

Somit sitze ich gerade in dicker Jacke auf dem zugigen Flur meines Ausweich-ICEs (eigentlich fährt ja ein ICE direkt nach Braunschweig durch, der hatte heut aber anscheinend keine Lust und fiel einfach mal aus) und hoffe, jetzt wenigstens bis Hannover zu kommen. Da vorne steht der liebe Bahnbedienstete und kontrolliert. Ich bin gespannt.

5 Minuten. Ticktack. Der Herr will wohl nicht rüberkommen.

Das doofe an den zugigen, kalten Plätzen im Flur ist vor allem, dass es hier keine Steckdosen gibt. Der Akku von meinem Baby hält bei geringer Last (Musik, aber keine Videos – von Platte, nicht von DVD) noch ca. 2,5 Stunden. Bis Hannover sollte das reichen. Hoffentlich.

Der nette Mann hat übrigens gesagt, dass ich mit meinem Ticket auch über Hannover fahren darf. Super. Aber die nette Stimme aus dem Lautsprecher war noch viel netter und hat mit ihrer charmantesten Lautsprecherstimme gesagt, dass wir heute außerplanmäßig auch in Fulda halten und dort für Reisende nach Braunschweig/Hildesheim/Berlin ein Anschlusszug halten wird. Juchuuuh. Plötzlich scheint die Sonne wieder und ich freu mich wieder ein wenig mehr aufs Wochenende. Wie schnell das doch gehen kann…

Update vom Sonntag: 2 Std. stehen macht keinen Spaß. 1 Std. auf dem Boden sitzen auch nicht wirklich. Scheiss DB.

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