Manchmal ist das Leben komisch… und manchmal sogar so komisch, dass man nicht mehr aufhören kann zu lachen. Nämlich dann, wenn die Lösung von scheinbar unlösbaren Problemen die ganze Zeit direkt vor einem lag und man sich nur selbst die Augen so fest zugehalten hat, dass man sie nicht sehen konnte.

„Hä?“
Ja, das dachte ich gestern auch… als die ganze Last der letzten Monate von mir abzufallen schien und ich grinsend durch die sonnigen Straßen gelaufen bin – PJ Harvey auf den Ohren und den Drang mitzusingen bekämpfend.

Wenn man selbst sein größter Feind ist, sich selbst mit seinen Gedanken in den Wahnsinn treibt und nicht aufhören kann zu leiden, sieht das Leben manchmal ganz schön grau, nein sogar schwarz, aus. Aber muss das wirklich sein? Muss ich mich so quälen? Muss ich mich zwingen „normal“ sein zu wollen? Ganz einfach: nein.

Ich dachte zu lange Zeit, dass ich jemanden nur für mich und ganz und gar haben wollte. Dabei hab ich mich selbst vergessen… vergessen, dass ich es war, die in den letzten zwei Beziehungen weggelaufen ist und Mist gebaut hat, weil mir die Nähe zuviel wurde. Wieso sollte ich also darum kämpfen, jemanden für mich zugewinnen, den ich dann, wenn ich ihn jemals haben sollte, nur enttäuschen und allein lassen würde? Eben…

Somit scheine ich endlich wieder in der Lage zu sein, die Menschen um mich genau als das zu sehen, was sie nunmal sind: Wegbegleiter.
Keiner von ihnen wird mir abnehmen, einen Fuß vor den anderen zu setzen und meinen Weg zu gehen. Aber der eine oder andere wird mir seine Hand reichen, ein Stück mit mir gehen und mir vielleicht auch über so manche Unebenheit hinweg helfen. Und zum ersten Mal seit so langer Zeit fühle ich mich zufrieden mit diesem Gedanken. Zufrieden und ein Stück weit ruhiger.

Kennt hier irgendwer einen empfehlenswerten Psychologen/Psychiater in Frankfurt? Ich glaub, ich bin bereit… *lächel*

Schwarzes Schaf guckt aus dem FensterEinen Namen hat er zwar noch nicht, aber seit vorletztem Freitag darf ich mich über einen kleinen, kuschligen, schwarzen(!) Mitbewohner freuen :)

Auch seinen Lieblingsplatz hat der Kleine bereits gefunden: Die Fensterbank. Das ist wohl das erste gottesfürchtige schwarze Schaf der Welt ;)
[Anm.: Direkt gegenüber von meinem Wohnzimmerfenster befindet sich eine gigantisch aufragende ev. Kirche – mit einem grauenhaften Weckruf am Sonntagmorgen *grusel*]

Meinen herzlichsten Dank an dieser Stelle an jester, der es in letzter Zeit immer häufiger schafft, mich zu überraschen (in vielfältiger Hinsicht).
*drück* Ich bin sichtlich gerührt :)

Und hier gibt’s den kleinen Poser nochmal in der Großaufnahme:

Schwarzes Schaf

*träller*

Ja, das lang ersehnte Schandmaul-Konzert vor zwei Tagen hallt auch heute noch nach.
Kurz: es war ein genialer Abend, trotz persönlich ungeliebter Vorband, verhältnismäßig mieser Akustik, furchtbar stickiger Luft und eines (gefühlt) viel zu kurzen Auftritts ;)

Schandmaul-Poster Neu Isenburg - 22.04.2008

Dieses Konzert war aus einem Grund jedoch etwas ganz besonderes: ich durfte mich über die Begleitung meines lieben jester freuen, den ich dank der stimmungs- und kraftvollen Live-Performance meiner geliebten Schandmäuler anscheinend mit dem Virus infizieren konnte :)

Auch, wenn die Playlist gut gemischt war, musste ich irgendwie schmerzlich feststellen, dass mit jedem neuen Album die Anzahl meiner heißgeliebten Klassiker immer mehr abnimmt. „Walpurgisnacht“ war natürlich Pflicht und auch „Der letzte Tanz“ war wundervoll mitzusingen und -tanzen… und doch, mir fehlte irgendwas *seufz*
Nichtsdestotrotz war es ein genialer Abend in netter Begleitung *nochmalbeton*. (Anm. der Autorin: Ich hab heute noch Muskelkater in den Beinen vom vielen Hüpfen und Tanzen – nie wieder soviel Sport *grien*)

PS: Wenn man bei jesters Video ganz genau hinschaut, kann man meine Hände erkennen, die ihm immer wieder vor die Linse hüpfen ;)

PPS: Ich weigere mich weiterhin, jesters Kategorisierung „Gothic-Rock“ anzuerkennen. Schandmaul ist eine Mittelalter- oder Folk-Rock-Band *grml*

Komisch…

5. April 2008 - 1 Kommentar - Special

jester: darf ich komisch zu dir sagen?

sanna: jederzeit

jester: du bist komisch

sanna: i know. ich hab eben zwei löffel erdnussbutter direkt aus dem glas gegessen… wenn das nicht komisch ist

jester: uah.. *schuettel*

sanna: tja, siehste

jester: ist dir nicht schlecht jetzt?

sanna: nö, wieso sollte es? ist genauso als würde man erdnüsse essen… nur ohne kauen zu müssen ;)

Am Donnerstag Abend ergab sich für mich spontan die Möglichkeit mit einem Freund das Konzert der letzten Instanz im Mainzer KUZ zu besuchen. Von der alltäglichen Unlust geplagt, raffte ich mich trotz des verlockenden Rufes meines Sofas auf, schmiss mich endlich mal wieder in schwarze Weggeh-Klamotten und schon waren wir auf dem Weg nach Mainz.

Der Abend hat sich schnell zu einem wundervollen Erlebnis entwickelt, das mir mal wieder richtig gut getan hat. Zusammen mit den Jungs der letzten Instanz standen bei dieser Akustik-Tour noch Anna von Schandmaul, Frau Schmitt von Subway to Sally und Leandra auf der Bühne. Und ich muss sagen, selten war ich von einem Konzert so begeistert und berührt wie an diesem Abend.

Was auch dazu geführt hat, dass ich mich gestern nicht davon abhalten konnte, mir per iTunes die letzten zwei Alben der letzten Instanz zu gönnen (Ja, es gibt noch Leute, die sich Musik kaufen ;) ). Somit folgt an dieser Stelle auch die dringende Empfehlung, sich Das weisse Lied der letzten Instanz zumindest einmal anzuhören.

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