Erinnerungen

23. August 2008 - 3 Kommentare - Special

15:59:16 jester says:
machen frauen ziehen merkwürdige kerle geradezu an

15:59:37 jester says:
dachte ich von mir auch immer. warzum ich immer an die komischen frauen geraten bin

15:59:44 jester says:
also ich noch jung war.. vor langer zeit

15:59:53 jester says:
vor langer langer zeit

*lol* – hab dich echt gern, alter Mann.
Und aufrichtigen Dank für die Hoffnung… liebe Grüße an deine auserwählte Göttergattin :)

Feines Stöffsche

23. August 2008 - 2 Kommentare - Special

Heute war mal wieder Kaufrausch angesagt… Zum ersten Mal seit gut 2 Jahren hab ich mich mal wieder mit Stoff eingedeckt *freu* – aus einem wird auf jeden Fall eine Corsage / Korsett und für den Rest muss ich mir noch was überlegen.

Diesmal schaffe ich es doch, direkt live aus Hamburg zu berichten… jedoch kann ich diesmal wirklich nicht von meinem gemütlichen Hotelzimmer schwärmen, das einem den Zwangsaufenthalt in einer fremden Stadt etwas erträglicher macht.

Irgendwie habe ich diese Woche Pech und bin in einem Hotel direkt am Altoner Bahnhof einquartiert worden. Als ich heute Vormittag hier ankam und nur schnell mein Gepäck aufs Zimmer gestellt habe, dachte ich noch “Ok, nicht das schönste… klein und einfach, aber für die zwei Nächte wird’s reichen”. Tjaha, zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch noch nicht so genau hingeschaut.

Dieses Vergnügen hab ich mir heute abend gegeben, nachdem ich nach einem doch recht langen Tag müde und kaputt wieder im Hotel ankam.

Ich möchte explizit dazusagen, dass ich wirklich nicht furchtbar anspruchsvoll bin. Solang ein Hotelzimmer sauber und halbwegs wohnlich ist, bin ich ja schon vollkommen zufrieden… aber was mich hier erwartete, jagte mir dann doch den einen oder anderen Schauer über den Rücken.

Aber das Positive mal zuerst:

  • direkt am Bahnhof Altona gelegen, steht man innerhalb von 2 Minuten in der Fußgängerzone, wo man wirklich alles bekommt, was das Herz begehrt
  • auf jedem Stockwerk gibt es ein eigenes WLAN mit exzellentem Empfang
  • die Fenster sind sauber
  • es gibt einen Fernseher
  • die Handtücher scheinen sauber zu sein
  • die Laken auch

So, das war’s dann aber auch schon…
Dieses Ding hier hat definitiv den Charme einer heruntergekommenen Jugendherberge, mit dem einzigen Unterschied, dass zu jedem Zimmer ein Bad gehört. Oder sollte ich besser sagen “eine Nasszelle”? Das, was hier als Bad angeboten wird, wirkt nämlich eher wie ein Campingklo… ca 1,50 x 1,50m durchgängige Plastikverkleidung, keine Duschwanne, sondern einfach nur ein Abfluss im Boden – jaaa, da kommt Camping-Feeling auf.

Ich mag Camping nicht.

Sobald die charmante Lüftung anspringt, fängt die Neonbeleuchtung auch schon an zu flackern und man kommt sich ein wenig vor wie in einer miesen kleinen Dorfdisko mit selbstgebasteltem Stroboskop. Vom versifften Lüftungsfilter möchte ich gar nicht erst anfangen… vom vermackten Waschbecken mit permanent tropfenden Wasserhahn auch nicht… oder doch? Nein.

Einen richtigen Schock hab ich allerdings erst bekommen, als ich mir die Dusche etwas genauer angesehen habe… so ein vergammelter, ranziger Duschkopf ist mir wirklich noch nicht untergekommen… natürlich tropft dieser auch durchgängig, was anscheinend auch schon länger der Fall ist, denn immerhin haben sich bereits wunderschöne Kalkablagerungen dort gebildet, wo das Wasser der Schwerkraft zum Opfer fällt und vom Duschkopf rinnt. Willkommen in der neuzeitlichen Tropfsteinhöhle.

Aber natürlich kommt es noch besser…

Ein Blick nach unten in Richtung Abfluss verheißt nichts gutes… gar nichts gutes.
Aus dem Abfluss grinst mir ein Knäuel Haare meines Vormieters entgegen… Bei diesem Anblick muss ich ernsthaft den Würgereflex bekämpfen. Gibt es etwas ekligeres?! (Abgesehen von schmutzigen Laken…)

Nachdem ich nach dieser Entdeckung das Bad erstmal rückwärts wieder verlassen habe, sollte ich wahrscheinlich wenigstens an der Rezeption Radau schlagen und ein sauberes Zimmer verlangen. Aber ich bin müde und geschafft und mag nicht auch noch umziehen… vor allem nicht, wenn ich nicht viel Hoffnung habe, dass ich ein komfortableres Zimmer in Aussicht hätte. Somit verschiebe ich das Meckern erstmal auf morgen. Von dem Gedanken, eine entspannende, heiße Dusche zu nehmen und mich dann gemütlich ins (ganze 90 cm breite) Bett zu kuscheln, kann ich mich so oder so verabschieden. Ich trau mich ja nicht einmal, hier barfuß zu laufen. Wer diese richtig fiesen, kratzigen Teppiche kennt, die man z.b. in billigen Möbelhäusern ausliegen hat, um ein “wohnliches Ambiente” zu schaffen, versteht bestimmt warum. Außerdem kann ich nicht wirklich bestimmen, welche Flüssigkeiten hier schon eingesickert sind… und eigentlich will ich es auch nicht wissen. Wirklich nicht.

Ich bin ja wirklich überrascht, dass es hier dieses neumodische “Internet” gibt… von Steckdosen, Haartrocknern, Fahrstühlen oder Telefonen scheinen die hier immerhin noch nichts gehört zu haben. Ich habe somit erstmal den Fernseher seiner Stromzufuhr beraubt, um mein Notebook und danach mein Handy laden zu können. Meine Begeisterung wächst ins Unermässliche.

Immerhin hat der Regen den Geruch des Imbisses unten an der Ecke inzwischen ein wenig gedämpft. Wenn jetzt auch noch die lustigen Leute, Busse und Autos direkt vor meinem Fenster Ruhe geben, kann ich mich wirklich vielleicht irgendwann mal hinlegen und ein wenig schlafen… *seufz*

So long…
Ich wünsche allen da draußen einen besseren Start in die Woche als den hier erlebten.

Nachtrag:
Suuper, wo ich meinen Fernseher abgeklemmt habe, höre ich das Fernsehprogramm meines Nachbars.
Ich finds immer toller hier *grml*

Live aus Hamburg

14. August 2008 - 2 Kommentare - Special

… so hätte ich diesen Artikel gern betitelt. Nur leider machte mir da die leider gestörte Internetleitung meines Hotels einen Strich durch die Rechnung.

404 - please try again later

404 - please try again later

Seit nunmehr vier Wochen pendel ich beruflich zwischen Hamburg und Frankfurt hin und her. Montag früh in den Zug, Mittwoch abend zurück. Macht auf Dauer nicht wirklich Spaß – aber da ich ja nur für ein Projekt an unsere Hamburger Kollegen “ausgeliehen” wurde, ist zumindest ein Ende in Sicht… auch wenn dieses noch ca. weitere vier Wochen auf sich warten lassen wird.

Immerhin bin ich in einem richtig gemütlichen Design-Hotel untergebracht, das diesen Titel wirklich zurecht trägt, meiner Meinung nach:

25hours - Mein Bettchen

25hours - Mein Bettchen

25hours - ein offenes Bad mitten im Zimmer...

25hours - ein offenes Bad mitten im Zimmer...

25hours - iHome

25hours - iHome, myHome :)

Nur egal, wie gemütlich dieses Zimmer auch aussehen mag… wirklich daran gewöhnen kann ich mich nicht, im Hotel zu übernachten. Entsprechend bin ich momentan etwas übermüdet und gestresst und fühl mich wie im Dauer-Jet-Lag ;)

Aber das Wochenende naht… immerhin ein Lichtblick, auch wenn das für mich wieder heißt Wäsche waschen, einkaufen, aufräumen, staubsaugen und Wohnung putzen *seufz*

Naja, alles wird gut…

Sonnenuntergang über den Dächern Hamburgs

Sonnenuntergang über den Dächern Hamburgs

PS: jester ist kein Blog-Bot :)

Manchmal ist das Leben komisch… und manchmal sogar so komisch, dass man nicht mehr aufhören kann zu lachen. Nämlich dann, wenn die Lösung von scheinbar unlösbaren Problemen die ganze Zeit direkt vor einem lag und man sich nur selbst die Augen so fest zugehalten hat, dass man sie nicht sehen konnte.

“Hä?”
Ja, das dachte ich gestern auch… als die ganze Last der letzten Monate von mir abzufallen schien und ich grinsend durch die sonnigen Straßen gelaufen bin – PJ Harvey auf den Ohren und den Drang mitzusingen bekämpfend.

Wenn man selbst sein größter Feind ist, sich selbst mit seinen Gedanken in den Wahnsinn treibt und nicht aufhören kann zu leiden, sieht das Leben manchmal ganz schön grau, nein sogar schwarz, aus. Aber muss das wirklich sein? Muss ich mich so quälen? Muss ich mich zwingen “normal” sein zu wollen? Ganz einfach: nein.

Ich dachte zu lange Zeit, dass ich jemanden nur für mich und ganz und gar haben wollte. Dabei hab ich mich selbst vergessen… vergessen, dass ich es war, die in den letzten zwei Beziehungen weggelaufen ist und Mist gebaut hat, weil mir die Nähe zuviel wurde. Wieso sollte ich also darum kämpfen, jemanden für mich zugewinnen, den ich dann, wenn ich ihn jemals haben sollte, nur enttäuschen und allein lassen würde? Eben…

Somit scheine ich endlich wieder in der Lage zu sein, die Menschen um mich genau als das zu sehen, was sie nunmal sind: Wegbegleiter.
Keiner von ihnen wird mir abnehmen, einen Fuß vor den anderen zu setzen und meinen Weg zu gehen. Aber der eine oder andere wird mir seine Hand reichen, ein Stück mit mir gehen und mir vielleicht auch über so manche Unebenheit hinweg helfen. Und zum ersten Mal seit so langer Zeit fühle ich mich zufrieden mit diesem Gedanken. Zufrieden und ein Stück weit ruhiger.

Kennt hier irgendwer einen empfehlenswerten Psychologen/Psychiater in Frankfurt? Ich glaub, ich bin bereit… *lächel*

Pages: << 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 >>