Vorgestern rief mich meine Mum an, um mir mitzuteilen, dass sie und ihr Freund in der Nacht nach Polen fahren würden. Die Schwester meines Großvaters sei Anfang der Woche gestorben und am Donnerstag sollte die Beerdigung sein. Auch ohne bemerkenswerte Bindung  zu diesem Zweig meiner Familie (die ich der Entfernung und der lieben Sprachbarrieren zu verdanken habe), musste ich erst einmal schlucken. Ich war wahrscheinlich schon auf überdurchschnittlich vielen Beerdigungen in meinem verhältnismäßig kurzen Leben, aber daran gewöhnen kann man sich wahrscheinlich nie.

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Gegen Jahresende wird man ja gern mal ein wenig nachdenklicher und schaut auf das vergangene Jahr zurück, macht sich Gedanken, was gut und was schlecht gelaufen ist und schaut auch mal bescheuerte Rückblick-Sendungen auf RTL. Letzteres erspare ich mir meist, der Rest kommt jedoch schonmal vor. Wobei meine aktuellen Überlegungen weniger an dieses Jahr geknüpft sind, als genereller Natur zu sein scheinen…

Jahrelang hab ich auf eben so einen Moment wie vor ein paar Tagen „gewartet“, weil ich immer dachte, sowas gehört zum erwachsen werden dazu… und bizarrerweise wurde gerade dieser Moment von einem Blogeintrag ausgelöst/angetriggert/begleitet. Da wird jemand Vater und berichtet in seinem Blog darüber. Ansich nichts spektakuläres. Soll ja schonmal vorgekommen sein. Und doch bringt mich gerade dieser Eintrag zum Grübeln.
Kurz zur Vorgeschichte: Ich kann nicht mit Kindern. Ich fange nicht an zu quietschen oder zu gurren, wenn ich Babies sehe. Ich hasse diese furchtbar alberne Babysprache, in die manche Menschen verfallen, wenn sie kleine Kinder oder Welpen sehen. Die Lautstärke der meisten Bälger geht mir tierisch auf die Eierstöcke und ich finde es teilweise wirklich bedauerlich, dass die Prügelstrafe abgeschafft wurde.

So und auf einmal soll das alles anders sein???

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