Der aufmerksame Leser weiß an dieser Stelle bereits, dass ich dem deutschen Wort wohlgesonnen gegenüber stehe. Jedoch sehe ich mich gezwungen, da es sich mit meiner Leidenschaft für das gesprochene Wort im Allgemeinen ähnlich verhält, auch diese nun zu offenbaren.

Die zugrundeliegende Motivation zum Niederschreiben der folgenden Gedanken fand sich in einer Illusionsproduktion im nahegelegenen Lichtspielhaus mit Namen “Illuminati”. Welch wohlklingender Titel… Leider zeigte sich der Hauptakteur dieses Bewegtbildvortrages nicht mehr ganz so wohlklingend wie noch vor einigen Jahren. Im Gegenteil – seine teils befremdliche Stimme wollte diesmal einfach nicht das sonst so gefühlvoll ausgeworfene, samtene Band des Wiedererkennens und der Geborgenheit um mich legen. Und so sinnierte ich einen Großteil des Filmes darüber, was die Wirkung einer Stimme wirklich ausmachen mag.

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Weiße Stille

23. November 2008 - 0 Kommentare - Special

Der erste Schnee in diesem Winter hat mich ziemlich überraschend getroffen. Auf einmal sieht alles so ruhig und friedlich aus. Der schwarze Himmel wirkt nicht mehr so massiv, wenn die Erde weiß erstrahlt.

Der eine freut sich bei dieser Gelegenheit mit dem Auto durch den frisch gefallenen Schnee rauschen zu können; Ein anderer stapft voller Begeisterung eine Liebeserklärung in den Schnee – die seine Angebetete im Haus nebenan mit ebensolcher Begeisterung zur Kenntnis nimmt. Auf der anderen Straßenseite spielen ein paar Kinder mit dem weißen Pulver…

Für mich ist heute abend die Welt für kurze Zeit stehen geblieben. Und ich nahm mir endlich mal wieder die Zeit, richtig tief durchzuatmen. Die immer kürzer werdenden Tage gingen in letzter Zeit in der vielen Arbeit einfach unter…

Jetzt kommt wieder die Zeit der Dunkelheit, in der ich mir zu Hause haufenweise Kerzen anzünde, ihren Duft genieße und mich noch ein Stückchen weiter in mich zurückziehe als es sonst der Fall ist. Ich hab ein wenig Angst vor den nächsten Wochen, mit tristem grauem Wetter, Kälte und Einsamkeit. Selbstgewählter Einsamkeit. Wir sehen uns nach meinem emotionalen Winterschlaf.

Wo ist die tolle Zeit nur hin, in der man mit strahlenden Kinderaugen den ersten Schnee wahrgenommen hat und man es kaum erwarten konnte, Schneemänner bauen zu können, Weihnachtsplätzchen zu backen und endlich endlich reichlich beschenkt zu werden?

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Come
Break me down
Bury me, bury me
I am finished with you, you, you
Look in my eyes
You’re killing me, killing me
All I wanted was you
Come
Break me down
Break me down
Break me down

Ich hasse mich an solchen Tagen wie heute selbst. Ein wenig.

Seit Wochen geht es mir mehr schlecht als gut, ich fahre Achterbahn mit meinen Gefühlen und weiß schon vorher, dass nach jedem kleinen Hoch wieder der tiefe Fall droht. Dabei sollte ich doch eigentlich glücklich sein… beruflich stehen mir einige Wege offen, wovon ich auch mindestens einen beschreiten werde; die Sonne scheint und die Temperaturen sind in den letzten Tagen deutlich über 20° C geklettert; ich habe tagtäglich großartige Menschen um mich, die ich eher früher als später sehr vermissen werde.

Warum kann ich das alles nicht einfach genießen?

So gern würde ich einfach einen Schuldigen benennen und meinen Hass auf ihn projezieren, anstatt ihn gegen mich selbst zu richten. Aber da ist niemand. Niemand, der die Schuld verdient hätte.

Ich höre in letzter Zeit häufiger, dass das eine oder andere nicht gut für mich sei – und auch, wenn ich es selbst sehe und selbst WEISS, kann oder will ich es nicht ändern. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Vielleicht entwickelt sich ja doch noch was ganz tolles, wenn man nur lang genug daran festhält?

*mitsing*

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