Oh, Fortuna

30. November 2008 - 1 Kommentar - Special

Was jester bereits am Freitag verblogt hat, hole ich heut ein kleines bisschen ausführlicher nach.

Phoenixhalle, Mainz. Donnerstag, 28.11.2008, 19:45 Uhr
Wir betreten mit etwas Verspätung die Halle und holen uns erstmal schnell an der Abendkasse Karten. Beim Abgeben unserer Jacken höre ich aus dem inneren der Halle schon die ersten Klänge der Letzten Instanz, die deutlich zu früh dran sind. Also schwupps, schnell ins Getümmel und erstmal umschauen, wo man sich am besten hinstellt…

Die Letzte Instanz als Support ist eine großartige Einstimmung, wenn auch leider viel zu kurz. Neben Klassikern wie „Rapunzel“ oder „Mein Todestag“ spielten sie auch zwei Lieder von ihrem neuen Album, das im nächsten Jahr rauskommt und direkt Lust auf ihre Tour im nächsten Frühjahr macht. 07.04.2009, Batschkapp *freu* :)

Es folgte eine kurze Kippenpause im bitterkalten Vorraum der Halle. Ansich unspektakulär… bis auf jesters Gesicht, als mir ein angetrunkener Metalhead seine Liebe gestand ;)
Die sind harmlos… und wollen doch nur spielen ;)

Wieder drinnen standen bald die (gesundheitlich leicht angeschlagenen) Schandmäuler auf der Bühne. Und trotz der Magen-Darm-Grippe, die in den letzten Tagen die halbe Crew und an diesem Abend auch Anna erwischt hatte, war es eine richtig tolle Show. Im Gegensatz zum letzten Konzert in Neu Isenburg war nicht nur die Vorband besser, sondern auch Akustik und Songauswahl konnte diesmal mehr begeistern. Deswegen war ich auch meist ein Stück weiter vorne in der Menge unterwegs und am tanzen, während mein lieber alter Mann hinten stand und einfach nur gebannt und lächelnd auf die Bühne starrte :)

Zufrieden und begeistert, leicht durchgeschwitzt und nach einem harmlosen Bierchen als Durstlöscher nach dem Konzert ging’s gegen 23:45 Uhr wieder zurück nach FFM. Schöner Abend. Hat richtig Spaß gemacht :)

PS: eine kleine Anekdote muss ich einfach noch anbringen:
Kurz vor Konzertende schlich sich jester schon einmal raus, um unbemerkt unsere Jacken zu holen. WIe er mir später erzählte, wollte ihm bei dieser Gelegenheit draußen jemand einen Flyer in die Hand drücken. (Jester mag keine Flyer und er mag es nicht, wenn ihm etwas aufgezwungen wird. Anm. der Red.). Nach einem freundlichen „Hey, ohne Flyer kommst du hier nicht raus“ kam doch wieder ein bisschen der Bulle im lieben jester durch und er erwiderte nur „Wollen wir wetten?!“…. ich hätte das ja zu gern gesehen :D
Wie sich übrigens später herausstellte, war es ausgerechnet Holly von der Letzen Instanz, der von jester zwar auf der Bühne absolut begeistert wahrgenommen, im Vorraum beim Flyerverteilen jedoch nicht erkannt wurde. Ich glaub, ein kleines bisschen peinlich war’s ihm im Nachhinein schon ;)

Und da nach diesem wundervollen Konzert die Letzte Instanz wieder ganz ganz hoch im Kurs bei mir liegt, hier noch mein aktueller Ohrwurm:

eingebunden mit Embedded Video

YouTube Direkt

Mit etwas Verspätung möchte ich an dieser Stelle einen kleinen Rückblick auf den letzten Mittwoch gewähren, an dem ich ein wundervolles Konzert von Subway to Sally im Wiesbadener Schlachthof genießen durfte.

Zum ersten Mal verschlug es mich in den Schlachthof, dessen Namen nicht besser zur Tour hätte passen können ;) Die Halle war nicht wirklich groß (laut Verantstalter Platz für 300 Leute), so dass wir uns ohne Mühe einen Platz recht weit vorn sichern konnten. Mit einem Becks Gold bewaffnet hieß es somit erstmal warten auf die Vorband End of Green, die mir namentlich rein gar nichts sagte, aber wider Erwarten eine richtig nette Show ablieferten. Die Jungs rockten wirklich von Anfang bis Ende und haben es geschafft, das Warten auf Subway erträglich zu gestalten ;)

Nach einem „kurzen“ Bühnenumbau bei Fahrstuhlmusik, wurde das Publikum erstmal ordentlich wachgerüttelt – eine Hitzewelle, ein Knall, ein Lichtblitz – mehrere Flammen züngelten kurz in Richtung Hallendecke, womit das Konzert einen explosiven Start fand. Ich krieg jetzt noch eine leichte Gänsehaut, wenn ich daran denke… mein erstes Konzert mit Pyro :)

Ich muss gestehen, dass ich mich nicht einmal mehr an den ersten Song erinnern kann, aber die Setlist dieser Tour, die teilweise von den Fans vor Tourstart online abgestimmt werden konnte, war wirklich angenehm abwechslungsreich. Titel vom neuen Album „Bastard“ („Meine Seele brennt“, „Puppenspieler“, „Tanz auf dem Vulkan“, „Die Trommeln“,…) mischten sich mit den Klassikern, von denen sogar ich noch die Texte kannte, wie z.B. „Kleid aus Rosen“, „Knochenschiff“, „Sieben“ oder „Sag dem Teufel“ ;)

„Blut, Blut, Räuber saufen Blut…“ klang es für endlose Augenblicke durch das gesamte Publikum, nachdem sich Subway verabschiedet haben. Und sie gaben solang nicht auf bis die Band noch diverse Zugaben gespielt und schließlich mit „Schneekönigin“ und einem Glitterregen vom Hallendach den Abend beendeten…

Fazit: Ein ziemlich perfektes Konzert, das ruhig ein wenig länger hätte sein können, aber den perfekten Stilmix geboten hat. *jubeljubel* *freufreu* :)

Und noch eine unbedingte Kaufempfehlung an dieser Stelle: Subway to Sally – Schlachthof (Bastard Tour)

Und zu guter letzt noch einmal einen herzlichen Dank an meinen Begleiter, mit dem ich den Abend wirklich sehr genossen habe. Auf dich *skoll* :D

*träller*

Ja, das lang ersehnte Schandmaul-Konzert vor zwei Tagen hallt auch heute noch nach.
Kurz: es war ein genialer Abend, trotz persönlich ungeliebter Vorband, verhältnismäßig mieser Akustik, furchtbar stickiger Luft und eines (gefühlt) viel zu kurzen Auftritts ;)

Schandmaul-Poster Neu Isenburg - 22.04.2008

Dieses Konzert war aus einem Grund jedoch etwas ganz besonderes: ich durfte mich über die Begleitung meines lieben jester freuen, den ich dank der stimmungs- und kraftvollen Live-Performance meiner geliebten Schandmäuler anscheinend mit dem Virus infizieren konnte :)

Auch, wenn die Playlist gut gemischt war, musste ich irgendwie schmerzlich feststellen, dass mit jedem neuen Album die Anzahl meiner heißgeliebten Klassiker immer mehr abnimmt. „Walpurgisnacht“ war natürlich Pflicht und auch „Der letzte Tanz“ war wundervoll mitzusingen und -tanzen… und doch, mir fehlte irgendwas *seufz*
Nichtsdestotrotz war es ein genialer Abend in netter Begleitung *nochmalbeton*. (Anm. der Autorin: Ich hab heute noch Muskelkater in den Beinen vom vielen Hüpfen und Tanzen – nie wieder soviel Sport *grien*)

PS: Wenn man bei jesters Video ganz genau hinschaut, kann man meine Hände erkennen, die ihm immer wieder vor die Linse hüpfen ;)

PPS: Ich weigere mich weiterhin, jesters Kategorisierung „Gothic-Rock“ anzuerkennen. Schandmaul ist eine Mittelalter- oder Folk-Rock-Band *grml*

Am Donnerstag Abend ergab sich für mich spontan die Möglichkeit mit einem Freund das Konzert der letzten Instanz im Mainzer KUZ zu besuchen. Von der alltäglichen Unlust geplagt, raffte ich mich trotz des verlockenden Rufes meines Sofas auf, schmiss mich endlich mal wieder in schwarze Weggeh-Klamotten und schon waren wir auf dem Weg nach Mainz.

Der Abend hat sich schnell zu einem wundervollen Erlebnis entwickelt, das mir mal wieder richtig gut getan hat. Zusammen mit den Jungs der letzten Instanz standen bei dieser Akustik-Tour noch Anna von Schandmaul, Frau Schmitt von Subway to Sally und Leandra auf der Bühne. Und ich muss sagen, selten war ich von einem Konzert so begeistert und berührt wie an diesem Abend.

Was auch dazu geführt hat, dass ich mich gestern nicht davon abhalten konnte, mir per iTunes die letzten zwei Alben der letzten Instanz zu gönnen (Ja, es gibt noch Leute, die sich Musik kaufen ;) ). Somit folgt an dieser Stelle auch die dringende Empfehlung, sich Das weisse Lied der letzten Instanz zumindest einmal anzuhören.