Gelogen! Aber sowas von!

Immer mal wieder steigt diese gewisse innere Unruhe in mir auf, dieser Tatendrang, der unbedingt und sofort gestillt werden will. Doch spätestens, wenn die Frage aufkommt, WAS genau man eigentlich anfangen will, folgt schnell nur noch ein unmotiviertes Schulterzucken.

Aktuell habe ich das Gefühl, dass ich ne Menge kann, aber nichts wirklich richtig.

Nehmen wir das Bloggen als erstes Beispiel. Ich schreibe gern und freu mich auch, wenn das, was ich schreibe gelesen wird. Aber ich bin weder amibtioniert genug, mir regelmäßig neue Themen aus dem Hirn zu quetschen, noch habe ich genug Zeit, mir Inspirationen zu suchen und über den Tellerrand meiner eigenen kleinen Welt hinauszuschauen. Somit habe ich geschätzt ganze 3 Stammleser und bin wahrscheinlich selbst der häufigste Besucher dieser Seite.

Beispiel 2: Nähen
Kaum hatte ich mein Korsett fertig, spukten mir schon wieder 200 neue Ideen für weitere Kleidungsstücke im Kopf herum, die ich unbedingt umsetzen wollen würde. Das war vor x Wochen und geschehen ist bis jetzt (natürlich) noch nix. Auch bei Natron & Soda zu stöbern, weckt jedes Mal wieder die Lust, mich an meine NäMa zu setzen und anzufangen… das hält dann immer cs. 2 Stunden und danach ist jede Motivation im Zeitmangel und den vielen anderen Dingen, die ich auch noch gern tun würde, untergegangen.

Beispiel 3: Lernen
Waaah, es gibt viel zu viel, was ich noch nicht weiß oder kann, was ich aber unbedingt wissen oder können möchte. Eine weitere Fremdsprache zum Beispiel… oder fachliche Kenntnisse, die mir im Job weiterhelfen könnten. Wissensdurst ist ja durchaus positiv zu bewerten, aber wenn diese Energie mit dem Abschicken einer Buch-Bestellung bei Amazon ein Ende findet, bleibt das ganze recht uneffektiv… und ich bleibe dumm ;)
So tummeln sich auch diverse ungelesene Marketing- und Programmierbücher in meinem Regal, während der (eingebildete?) Bedarf nach einem PHP5-Nachschlagewerk immer weiter wächst.

Ich könnte noch einige weitere Beispiele (malen, fotografieren, podcasten, …) anführen, aber ich denke, die Kernaussage kommt auch so rüber. Entweder brauche ich ab jetzt Tage mit mindestens 36 Stunden oder ich muss mich selbst mal besser managen und Prioritäten setzen *seufz*

Schlafen ist übrigens auch so eine Notwendigkeit, der ich nicht wirklich viel Priorität zugestehe aktuell. Mein heutiges Limit liegt immerhin bei 23:59 Uhr. Im Bett lieg ich schon, nun muss ich hier nur noch „schnell“ fertig werden, dann kann ich auch schon die Augen schließen und mich in Morpheus Arme begeben… wenn ich dieses innere Rumhibbeln endlich abstellen kann.

Gute Nacht da draußen… und immer schön fleißig sein ;)