Ich bin so glücklich, mir scheint die Sonne aus dem Ar***.

Oh my Goddess, hat sie das gerade wirklich geschrieben?!

Yep, hat sie – also ich. Das ist eine meiner Lieblingsantworten auf die ewig gleiche Frage, wie es mir geht. Also, von Menschen im Alltag. Die eh keine ehrliche Antwort hören möchten.

Wenn man dem Großteil der Selbsthilfeliteratur glaubt, müssen wir uns nur vor den Spiegel stellen, uns in die Augen blicken und sagen, dass wir uns lieben. Wenn wir das nur oft genug machen, wird irgendwann alles gut. Nun, du kannst dich ja mal selbst fragen, ob du mit dieser Methode in der Vergangenheit Erfolg hattest.

Dr. Katharina Tempel, „STARKES ICH – Mein Weg zu mehr Selbstwertgefühl“

Es gibt verschiedene Attributionstheorien, die erklären, wie wir anderen Menschen Intentionen und Motive zuschreiben – dabei gilt es besonders, Attributionsverzerrungen zu beachten, die z. B. dazu führen, dass wir Handlungen anderer Menschen eher internal und unsere eigenen eher external attribuieren. Wird durch unsere Kategorisierung ein Stereotyp aktiviert, so können wir dessen Wirkung kontrollieren, wenn wir uns dieses Stereotyps bewusst sind, über ausreichend kognitive Ressourcen verfügen und die entsprechende Motivation haben, der Stereotypisierung entgegenzuwirken.

Die soziale Wahrnehmung als Teilgebiet der sozialen Kognitionsforschung beschäftigt sich mit der Frage, wie wir uns als Menschen einen ersten Eindruck von anderen Menschen machen. In der sozialen Informationsverarbeitung werden dabei zunächst Reize wahrgenommen, die daraufhin enkodiert, kategorisiert und von uns beurteilt werden. Diese Verarbeitung mündet schließlich in dem Verhalten, das wir zeigen.